„Alles Leben ist Begegnung“
Sudetendeutscher Tag an Pfingsten 2026 in Brünn
Zum ersten Mal wird ein Sudetendeutscher Tag in der Tschechischen Republik stattfinden, und zwar von 22. bis 25. Mai 2026 in der alten mährischen Landeshauptstadt Brünn. Das Motto dieses Ereignisses lautet: „Alles Leben ist Begegnung - Život je setkávání“.
Die tschechische Bürgerinitiative Meeting Brno, die seit zehn Jahren den Brünner Versöhnungsmarsch zum Gedenken an die Vertreibung der Brünner Deutschen durchführt, hat beim vergangenen Sudetendeutschen Tag in Regensburg die Einladung nach Mähren ausgesprochen.
Es wird nicht nur für ein interessantes Programm gesorgt, sondern über die SL auch für ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten. In der Planung sind auch der Einsatz von Bussen für die Anreise sowie Informationen über Zugverbindungen. Wer kann, sollte bereits am Donnerstag vor Pfingsten oder spätestens im Verlauf des Freitags anreisen, weil schon am Freitagnachmittag Begegnungen im Zentrum dieser schönen und weltoffenen Studentenstadt vorgesehen sind.
Auch die Seliger-Gemeinde ist wieder dabei und wird sich mit mehreren Aktionen einbringen. Zur Vorplanung wäre eine Mitteilung über die gewünschte Teilnahme hilfreich.
Am Samstag findet wie jedes Jahr der Versöhnungsmarsch von Pohrlitz/Pohořelice zum Brünner Augustinerkloster statt. Im Hof des Klosters waren die Brünner Deutschen zum Todesmarsch Richtung Österreich zusammengetrieben worden, woran bei diesem Anlass auf Initiative zahlreicher tschechischer Aktivisten hingewiesen wird. Parallel dazu beginnt am Samstagmorgen in den Messehallen das für einen Sudetendeutschen Tag übliche Programm mit Ständen, dem traditionellen Dorffest und vielen Veranstaltungen der verschiedenen sudetendeutschen Organisationen, die dann am Samstagabend in das „Schatzkästlein“ und den HEIMAT!abend münden.
Der Pfingstsonntag beginnt mit den Gottesdiensten. Es folgt die Hauptkundgebung als politischer Höhepunkt des Sudetendeutschen Tags. Am Nachmittag geht es weiter mit Einzelveranstaltungen und dem großen Heimattreffen. Da diesmal die Abreise am selben Tag schwierig sein dürfte, sind auch für den Sonntagabend und den Montagvormittag Programmangebote in Vorbereitung.
So wie am Samstag an die Vertreibungsverbrechen erinnert wird, ist der Montagvormittag von einer Gedenkstunde für die Verbrechen der Nationalsozialisten im Kaunitz-Kolleg geprägt.
aus Sudetendeutsche Zeitung:
