Seliger Gemeinde

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Die am 18. Oktober 2025 gewählte Vorstandschaft finden Sie hier!

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ÜBER UNS                  O NÁS               ABOUT US

 

Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.

Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.

Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.

Kontakt:

Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München

Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de

 

 

Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:

        

   

seliger-online 22.09.2026

Der große Europäer Wenzel Jaksch

Dienstag, den 22. September 2026, 18 Uhr

Zoom-Link: https://us06web.zoom.us/j/89584262030

Wenzel Jaksch war der letzte Vorsitzende der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Auf abenteuerlichem Weg flüchtete er vor den Nazis nach Großbritannien. Hier stellte er sich vehement gegen die Pläne der tschechoslowakischen Exilregierung unter Edvard Beneš. 1949 kam Jaksch in die Bundesrepublik und zog für die SPD in den Bundestag ein. Er war Vorsitzender der Seliger-Gemeinde und des Bundes der Vertriebenen. Jakschs politisches Wirken war geprägt von einem klaren Bekenntnis zu Europa. 2026 wird es 130 Jahre her sein, dass Jaksch geboren wurde und 60 Jahre, dass er verstarb. Wir wollen an Wenzel Jaksch erinnern und ihm unter anderem eine Veranstaltung von Seliger-Online widmen. Sein Sohn, George Jaksch, hat seine Teilnahme zugesagt.

Sommerreise 2026 - Vor 90 Jahren: Spanischer Bürgerkrieg

Von Brünn nach Valencia

Julius Deutsch, Karl Kern und das sozialdemokratische Netzwerk in Spanien

Julius Deutsch gehört zu den wichtigsten Verbindungspersonen zwischen der österreichischen Sozialdemokratie im Exil, der demokratischen Tschechoslowakei und dem Kampf für die Spanische Republik.

Nach der Niederlage des österreichischen Schutzbundes im Februar 1934 floh Deutsch in die Tschechoslowakei. In Brünn wirkte er gemeinsam mit Otto Bauer am Aufbau des Auslandsbüros der österreichischen Sozialdemokraten mit. Die Stadt wurde damit zu einem Zentrum der österreichischen Arbeiterbewegung im Exil.

Dieses Brünner Netzwerk stand in engem räumlichen und politischen Zusammenhang mit der DSAP, der deutschen Sozialdemokratie in der Tschechoslowakei, und mit den internationalen sozialistischen Organisationen in Prag. Die Tschechoslowakei war in diesen Jahren ein wichtiger Treffpunkt österreichischer, deutscher, sudetendeutscher und tschechischer Sozialdemokraten.

1936 ging Julius Deutsch nach Spanien. Dort stellte er seine politische und militärische Erfahrung in den Dienst der Republik und war zeitweise in Valencia tätig. Auch von Spanien aus blieb er mit dem sozialdemokratischen Exilnetzwerk in Brünn verbunden.

Zugleich bemühte sich Deutsch, die verstreut eingesetzten deutschen und österreichischen Sozialdemokraten in Spanien miteinander in Kontakt zu bringen. Aus diesen Ansätzen entstand die „Grupo de Socialistas Alemanes y Austríacos Unidos en España“,die Gruppe vereinigter deutscher und österreichischer Sozialisten in Spanien.

Die „Grupo“ war keine militärische Einheit. Sie sollte vielmehr Sozialdemokraten zusammenführen, die in verschiedenen Verbänden der republikanischen Streitkräfte und der Internationalen Brigaden kämpften. In deren kommunistisch geprägten Strukturen wollten sie ihre eigene politische Identität und ihre Verbindung zur internationalen Sozialdemokratie bewahren.

Julius Deutsch wurde dabei zu einer wichtigen Bezugsperson. Er trat für den gemeinsamen Kampf gegen Franco, Hitler und Mussolini ein, ohne die Eigenständigkeit der sozialdemokratischen Bewegung aufzugeben.

In diesen Zusammenhang gehört auch seine Begegnung mit Karl Kern.

Kern, Funktionär der sudetendeutschen sozialistischen Jugend und Redakteur des Prager „Sozialdemokrat“, hielt sich im Sommer 1937 mit einer Delegation der Sozialistischen Jugendinternationale in Spanien auf. In Valencia traf er Julius Deutsch.

Damit begegneten sich zwei Vertreter desselben grenzüberschreitenden sozialdemokratischen Netzwerks: Deutsch, dessen Weg über das Brünner Exil nach Spanien geführt hatte, und Kern, der aus dem politischen Umfeld der DSAP und der internationalen sozialistischen Jugend kam.

Ob beide ausdrücklich über die „Grupo“ sprachen, ist bislang nicht nachgewiesen. Die Begegnung fand jedoch genau in jener Phase statt, in der Deutsch versuchte, die deutschsprachigen sozialdemokratischen Kräfte in Spanien politisch zu verbinden.

Sie zeigt, dass die Unterstützung der Spanischen Republik Teil eines größeren sozialdemokratischen Netzwerks war, das von Wien über Brünn und Prag bis nach Valencia reichte. Karl Kerns Kontakt zu Julius Deutsch stellt dabei eine unmittelbare Verbindung zwischen der sudetendeutschen Sozialdemokratie und diesem internationalen Zusammenhang her.

Die Geschichte der „Grupo“ erweitert damit den Blick auf den Spanischen Bürgerkrieg: Nicht nur Kommunisten, sondern auch Sozialdemokraten kämpften für die Republik – gemeinsam gegen den Faschismus, aber mit dem Anspruch, politisch eigenständig zu bleiben.

Sommerreise 2026 - Vor 90 Jahren: Spanischer Bürgerkrieg

Karl Kern in Spanien – ein Augenzeuge der bedrohten Republik

Neben dem DSAP-Journalisten Ernst Paul reiste 1937 auch Karl Kern in das republikanische Spanien. Kern, 1902 in Graupen geboren, gehörte zu den führenden Funktionären der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik. Er war Journalist, langjähriger Vorsitzender der Sozialistischen Jugend und 1937 verantwortlicher Redakteur des Prager „Sozialdemokrat“.

Lange verschollen - jetzt gefunden

Nach 1918: „Wir bitten nimmer, wir fordern!“

Mit dem dritten Teil seiner Bildergeschichte führt Franz Kuplent seine Leser in die Zeit nach 1918. Der Ton ändert sich sofort: „Wir bitten nimmer, wir fordern!“ Aus den Zinsgründlern, die über Jahrzehnte bei Herrschaft, Behörden und Kaiser um Hilfe baten, werden organisierte Forstarbeiter, die ihre Interessen politisch und gewerkschaftlich durchsetzen.

Alexanders- bader Forum

Forum Bad Alexandersbaddie Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start

Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.

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Lorem ipsum

Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.

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