Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.
Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.
Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.
Kontakt:
Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München
Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de
Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:
Die Seliger-Gemeinde trauert um ihren Wenzel-Jaksch-Preisträger Prof. Dr. Klaus Hänsch. Der frühere Präsident des Europäischen Parlaments ist am 4. August 2026 im Alter von 87 Jahren gestorben.
„Klaus Hänsch war ein großer Europäer und Sozialdemokrat, der aus eigener Lebenserfahrung wusste, welchen Wert Frieden, Verständigung und die Überwindung nationaler Gegensätze besitzen“, würdigt Bundesvorsitzende Christa Naaß den Verstorbenen.
Festakt Brannenburg - Patrik Eichler: Eine politische Familie und die Sehnsucht nach Gemeinschaft
Mit einer eindringlichen und sehr gegenwärtigen Rede machte Patrik Eichler, Geschäftsführer der Demokratischen Masaryk-Akademie in Prag, deutlich, wie eng Geschichte und Gegenwart miteinander verbunden sind.
Die Seliger-Gemeinde habe den vertriebenen sudetendeutschen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nach dem Krieg nicht nur eine Organisation geboten. Sie sei zu einer neuen politischen Familie geworden.
Nach dem Verlust der Heimat, nach Flucht, Vertreibung und politischer Entwurzelung habe sie Gemeinschaft, Orientierung und ein gemeinsames Dach geschaffen. Diese Erfahrung sei von kaum zu überschätzender Bedeutung gewesen.
Festakt in Branneburg - Bärbel Kofler: Aus Interesse wird Verbundenheit
Einen der besonderen Momente des Festakts setzte die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler.
Als Betreuungsabgeordnete für den Wahlkreis Rosenheim habe sie sich anlässlich des Jubiläums intensiv mit der Geschichte der Seliger-Gemeinde beschäftigt, berichtete sie. Dabei habe sie eigenes Wissen aufgefrischt, zugleich aber auch vieles neu entdeckt. Aus dieser Beschäftigung wurde mehr als politisches Interesse: Noch während der Veranstaltung erklärte Kofler spontan ihren Beitritt zur Seliger-Gemeinde.
Mit einem bewegenden Festakt und der Eröffnung der Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“ hat die Seliger-Gemeinde am 5. August an ihrem Gründungsort in Brannenburg ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Gäste aus Deutschland, Tschechien und Österreich erinnerten an Verfolgung, Vertreibung und politischen Neubeginn – und machten zugleich deutlich: Diese Geschichte bleibt ein Auftrag für Gegenwart und Zukunft.
Über 40 Mitglieder, Freunde und politische Wegbegleiter waren aus Prag, Berlin, Wien, München und der Region in das heutige ver.di-Bildungszentrum gekommen. Im damaligen Postgewerkschaftshaus hatte am 10. und 11. November 1951 die Gründungsversammlung der Seliger-Gemeinde stattgefunden.
Zwischen Solidarität und Staatsräson
Die DSAP gegen die tschechoslowakische Nichteinmischungspolitik
Die Unterstützung der Spanischen Republik stieß auch in der demokratischen Tschechoslowakei auf staatliche Grenzen. Während DSAP, Sozialistische Jugend und Hilfsorganisationen den Kampf gegen Franco als gemeinsame europäische Aufgabe verstanden, hielt die Regierung an der internationalen Nichteinmischungspolitik fest.
Formal sollte diese Politik beide Bürgerkriegsparteien gleich behandeln. Tatsächlich wirkte sie jedoch einseitig: Hitlerdeutschland und Italien unterstützten Franco weiterhin mit Waffen, Flugzeugen und Soldaten, während demokratische Staaten Freiwilligenreisen und Hilfsaktionen beschränkten. Für die DSAP war das keine echte Neutralität, sondern eine Politik, die die gewählte Republik benachteiligte.

Forum Bad Alexandersbad – die Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start
Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.
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Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.
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