Die Seliger-Gemeinde ist die Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Sie steht in der Nachfolge der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei und pflegt die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen, die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften.
Heute steht die Seliger-Gemeinde für ein freies und einiges Europa. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wirbt sie für den deutsch-tschechischen Dialog.
Sie haben Interesse an unserer Arbeit oder an der Geschichte der sudetendeutschen Sozialdemokratie? Die Geschichte ihrer Familie ist verbunden mit der Geschichte unserer Bewegung? Schreiben Sie uns – gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch.
Kontakt:
Seliger-Gemeinde e.V. - Bundesgeschäftsstelle
Oberanger 38 - D-80331 München
Tel.: 089 / 59 79 30
E-Mail: info@seliger-gemeinde.de
Wir bedanken uns für die wertvolle Zusammenarbeit bei:
75 Jahre Arbeit für Dialog, Verständigung und Aussöhnung
- Begegnungsfahrt der Seliger-Gemeinde nach Prag und Trautenau
EINLADUNG
Beschreibung
Die Seliger-Gemeinde feiert in diesem Jahr ihren 75. Gründungstag und auf verschiedenen Veranstaltungen werden wir die Geschichte unserer Organisation Revue passieren lassen. Sehr wichtig ist uns hierbei, unsere Arbeit der letzten 75 Jahre auch mit unseren tschechischen Freundinnen und Freunden zu diskutieren, umso den deutsch-tschechischen Dialog zu stärken, der dann einen Beitrag dazu leisten kann, Lösungen für die großen gesellschaftspolitischen Fragen im Europa unserer Zeit zu bieten.
Der Austausch mit unseren tschechischen Freundinnen und Freunden soll im Rahmen unserer Studienfahrt stattfinden. Für diese nunmehr bereits vierte Fahrt haben wir wieder ein abwechslungsreiches Programm erstellt.
.
.
75 Jahre Seliger-Gemeinde – wir feiern mit Freunden!
Anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens lädt die Seliger-Gemeinde am Mittwoch, 5. August 2026, von 13.30 bis 16.00 Uhr zu einem kleinen Festakt mit Ausstellungseröffnung an ihren Gründungsort nach Brannenburg ein. Die Veranstaltung findet im ver.di-Bildungszentrum, Schrofenstraße 32, 83098 Brannenburg, statt.
Die Anreise ist ab 12.00 Uhr möglich. Um 12.30 Uhr wird ein Mittagsbuffet angeboten, bevor um 13.30 Uhr der offizielle Festakt beginnt. Begrüßung und Moderation übernimmt Christa Naaß, Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde.
Grußworte sprechen Dr. Bärbel Kofler, Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Libor Rouček, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Patrik Eichler, Geschäftsführer der Demokratischen Masaryk-Akademie in Prag, sowie Alexander Klein, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sudetendeutschen Stiftung.
Wilhelm Hoegner bekommt keinen Platz in der Walhalla
Das ist natürlich nur konsequent.
Denn was hat Hoegner schon für Bayern geleistet? Er war lediglich Vater der Bayerischen Verfassung, Vordenker der wehrhaften Demokratie, Gegner der Nationalsozialisten und einer der Männer, die nach 1945 aus den Trümmern wieder einen demokratischen Freistaat aufgebaut haben.
Für einen Platz in der Walhalla reicht das offenbar nicht.
Vielleicht fehlte ihm einfach das nötige Talent für Parteispendenaffären, Amigo-Netzwerke und politische Selbstinszenierung. Verfassungen schreiben ist eben schön und gut – aber Denkmäler bekommt in Bayern offenbar eher, wer sich selbst schon zu Lebzeiten für eines hielt.
Herta Schober (1922-2018)
Herta Schober wurde am 2. Juni 1922 in Jägerndorf geboren. Sie wuchs in einem sozialdemokratisch geprägten Elternhaus auf. Ihr Vater leitete das örtliche Arbeiterheim, das nicht nur als Versammlungsstätte, sondern auch als gesellschaftliches und kulturelles Zentrum der Jägerndorfer Arbeiterbewegung diente. Auf diese Weise kam Herta Schober bereits früh mit dem politischen und gemeinschaftlichen Leben der sudetendeutschen Sozialdemokratie in Berührung.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Vertreibung gelangte sie gemeinsam mit ihren Eltern zunächst nach Memmingen in Bayern. Im Jahr 1950 zog sie mit einer Gruppe von 20 weiteren Sudetendeutschen nach Stockholm. Dort arbeitete sie zunächst in einer Baumwollspinnerei. Später fand sie eine Anstellung in einem genossenschaftlichen Reisebüro, dessen Geschäftsräume sich im Zentrum Stockholms unweit des königlichen Schlosses befanden. Dort war sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1972 tätig.
Emil Werner (1913–1996)
Emil Werner wurde 1913 im Aussiger Vorort Lerchenfeld im damaligen Sudetenland geboren. Bereits in jungen Jahren schloss er sich der Sozialistischen Jugend an und engagierte sich später in der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (DSAP), der sozialdemokratischen Partei der deutschen Bevölkerung in der Tschechoslowakei. Die demokratischen und antifaschistischen Überzeugungen, die ihn früh prägten, bestimmten sein gesamtes weiteres Leben.
Mit der Besetzung der Tschechoslowakei durch das nationalsozialistische Deutschland geriet auch Werner unter den Einfluss des NS-Regimes. 1939 wurde er gegen seinen Willen zum Dienst in der Wehrmacht eingezogen. Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete für ihn keinen unmittelbaren Neuanfang, sondern zunächst die Herausforderung, den verfolgten und vertriebenen sudetendeutschen Sozialdemokraten zu helfen. Er beteiligte sich an der sogenannten Aktion Ullmann, einer koordinierten Hilfs- und Aussiedlungsaktion, die zahlreichen sudetendeutschen Antifaschisten die Ausreise aus der Tschechoslowakei ermöglichte. Im Jahr 1946 gelangte auch Emil Werner selbst nach München.

Forum Bad Alexandersbad – die Seliger Gemeinde ging 2018 mit einem neuen Diskussionsformat an den Start
Das Alexandersbader Forum befasst sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen im deutsch-tschechischen Dialog.
mehr dazu hier!

Da immer größeres Interesse deutscher und tschechischer Leserinnen und Leser für diese Publikationen erkennbar ist, erweitert die Seliger-Gemeinde ihr Portfolio um das Format „Lorem ipsum“, das die Lust auf deutsch-tschechische Literatur aufgreift und unterstützen will.
Mehr dazu hier!