Gedenkstein-Enthüllung am Geburtshaus von Volkmar Gabertin Dreihunken/Drahunky (Teplitz/Teplice) (22.09.2016)

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Volkmar Gabert

11.03.1923 Dreihunken – 19.02.2003 Unterhaching

Eisenflechter, aus sozialdemokratischer Familie stammend, bereits als Kind Mitglied des Arbeiter-Turn- und Sportverban-des und der Roten Falken, 1938 bis 1945 im Exil in Groß-britannien, im Exilvorstand der Treuegemeinschaft, nach 1945 in Bayern, 1950 bis 1958 Landesvorsitzender der Jung-sozialisten, 1950 bis 1979 Vorsitzender der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag, 1963 bis 1972 Landesvorsitzender der bayrischen SPD und Mitglied des Parteivorstandes, 1979 bis 1984 Abgeordneter im Europaparlament (MdEP), 1998 bis 2003 Mitglied im Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, 1951 Mitgründer der Seliger-Gemeinde, Bundesvorsitzender von 1986 bis 2003.

P r e s s e m i t t e i l u n g
Gedenktafel für Volkmar Gabert enthüllt
Landtagsvizepräsidentin Inge Aures: „Bedeutende Persönlichkeit der bayerischen SPD“

v. li. nach re: Petr Pipal – Bürgermeister von Eichwald / Dubi,
Inge Aures – Vizepräsidentin des Bayer. Landtags
Peter Wesselowsky, Alt-OB von Ochsenfurt, Mitglied des Bundesvorstands der Seliger-Gemeinde

Im tschechischen Dreihunken (Drahunky) bei Teplitz im Sudetenland ist am Geburtshaus von Volkmar Gabert eine Gedenktafel enthüllt worden. Gabert, der im Jahr 2003 verstorben ist, war von 1962 bis 1976 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag und von 1963 bis 1972 auch Landesvorsitzender der bayerischen SPD.
Der gebürtige Sudetendeutsche hat sich große Verdienste um die Aussöhnung von Deutschen und Tschechen erworben. Die Initiative für das Anbringen und das Enthüllen der Gedenktafel ging vom früheren Wunsiedler Landtagsabgeordneten und Mitglied im Bundesvorstand der Seliger-Gemeinde, Albrecht Schläger, aus.

Landtagsvizepräsidentin Inge Aures lobte Gabert in ihrer Rede als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der bayerischen SPD. „Volkmar Gabert hat die Verständigung zwischen Deutschland und Tschechien maßgeblich vorangetrieben. Er war in Tschechien und Bayern hochgeachtet. Seine Stimme hatte Gewicht. Er wurde gehört – bis hinauf in die Prager Burg von Staatspräsident Vaclav Havel“, so Inge Aures.
Aures würdigte auch Gaberts Verdienste um die bayerische SPD. In dessen Zeit als Landesvorsitzender fielen die besten Ergebnisse bei Landtagswahlen (1962: 35,3 Prozent und 1966: 35,8 Prozent).
Drei Jahre lang, von 1976 bis zu seinem Ausscheiden 1979, war Gabert Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Von 1979 bis 1984 gehörte er dem Europäischen Parlament an. Volkmar Gabert war bis zu seinem Tod auch Ehrenvorsitzender der Seliger-Gemeinde.
„Untrennbar verbunden mit seinem Namen ist sein hartnäckiger Einsatz.